Mittwoch, 23. August 2017

„Zeit für mehr Gerechtigkeit": Gestörte verschandeln SPD-Plakate mit linkem Slogan


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Bärchenberg (spa, sina). „Wer ist so fies? Ein mumifizierter Spruch aus der sozialen Mottenkiste!“ Die Stimme von Sigmar G. überschlägt sich. „Seit Gerhard Schröder die SPD von der Partei der kleinen Leute zum Klotzhammer der Globalisierung formte, haben wir reichlich von unten nach oben verteilt. Wir hackten auf die Wurzeln der sozialen Absicherung ein, haben Angriffskriege geführt und das Land endlich den Hedgefonds-Heuschrecken geöffnet. - Und das ist jetzt der Dank?“

Die Emotionen schlagen hoch bei den Sozialdemokraten. Höchst professionell haben Unbekannte zig-tausende SPD-Wahlplakate mit einem Motto teil-überklebt, das zu einer modernen, machtgeilen Partei nicht passen will. „Zeit für mehr Gerechtigkeit“: das Sprüchlein könnte von August Bebel (1840 – 1913), einem der Urväter der Sozialdemokratie stammen. Sigmar G.: „Als ob unsere Partei stehen geblieben wäre und agiere wie aus dem vorletzten Jahrhundert. Dabei haben wir einen kw [Kapitalschlupf-Wert], der mit dem von CDU, CSU und Grünen bequem mithält. Nur die FDP ist schlüpfriger. Aber die sind ja auch kleiner. Noch.“

Satire SPD CDU FDP Die Grünen Anpassung ans Kapital Lobby gegen Bürger DemokratieEs ist der zweite Schlag gegen die Plakatkampagne der SPD zur Bundestagswahl am 24. September 2017. Wie der Postillon berichtete, sind zuvor nahezu alle Fotos von Kanzlerkandidat Martin Schulz mit Bart und hässlicher Brille verunziert worden.

Wer steckt dahinter? Sind es russische Hacker? Der IS? Die Türkei? Wird die SPD durch die infame Aktion möglicherweise doch nicht den kommenden Bundeskanzler stellen? Hat Alt-Kanzler Gerhard Schröder, um gegenzusteuern, vorzeitig angeprahlt, er werde Aufsichtsrat beim russischen Gasriesen Rosneft?

„Wir sind nicht die Partei des sozialen Ausgleichs. Gerechtigkeit - pah! Wir sind die Partei des Hoppla-jetzt-komm-ich! Ich und meine Freunde. Und meine Sponsoren. Hat das jetzt jeder begriffen?“ Das Statement von Sigmar G. beruhigt den neoliberalen Berichterstatter. Wird es beim Wahlvolk fruchten? Wir dürfen gespannt sein.

[Anm. der Red. Der Kapitalschlupf-Wert ist vielen aus der Schule noch als Flutschfaktor bekannt.]

Text, Foto, Grafik: rw · Skurrilen.de wünscht: Skurrilen Tag!

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