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Mittwoch, 10. Mai 2017

Paris-Anschläge ++ Analyse des Scheinbar-Absurden ++ Extra Comic

Terror, Charlie Hebdo, Paris-Anschläge vom 13. November 2015, Frankreich, Deutschland, Bomben, vorgeschobene Kriegsgründe, absurd, unlogisch, Satire

Bombiges "Comeback" für Frankreich im Nahen Osten


Frankreich kehrt also mit Terror aus der Luft nach Syrien zurück. Die Armée de l'air wirft mit deutscher Unterstützung Bomben auf ein Land, das bereits nach dem 1. Weltkrieg von französischen Truppen gewaltsam okkupiert wurde. Obwohl die Briten (unter anderem durch Lawrence von Arabien) ihren arabischen Verbündeten zugesichert hatten, dass Syrien frei von europäischer Besetzung bleibe. Doch im Geheimen wurden Syrien, Palästina und der Irak schon 1916 im Sykes-Picot-Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich aufgeteilt. Ob es sich hierbei um eine "Verschwörung" handelte? Das mag jeder für sich beurteilen.

Interessant ist, dass wichtige Finanziers des IS in den Golfstaaten residieren. Zumindest wenn man ZEIT und Handelsblatt glauben darf. Und die "USA ließen den IS gewähren", weiß das n-tv-Magazin. - Frühzeitiges Austrocknen der Geldströme für Terror wäre sicher ein wirksameres, kostengünstigeres und humaneres Mittel als Bombenkriege mit vielen zivilen Opfern. Eingesetzt wird in Syrien und Irak, zumindest von den USA, auch radioaktive und hochgiftige Uranmunition. Die Langzeitwirkungen auf Mensch, Gene und Umwelt sind nicht kalkulierbar. Irritierend, dass tausendfache Morde und völkerrechtswidrige Militäreinsätze mit gewaltigen Umwelt-Langzeitschäden bei zahlreichen, vermeintlich "grünen" Streitern und Klimabetroffenen wenig Empathie und Protestwillen auslösen.

Wem nutzt der Terror? Und wer wirft beflissen Nebelkerzen?


TV-Moderatoren und Chefredakteure erhalten königliche Gehälter. Um eben keine tiefer gehende Analyse zu betreiben? Um Zusammenhänge zu verschleiern, statt zu benennen?

Wird die erstaunliche Vergütung von Claus Kleber (480.000 Euro jährlich, Schätzung 2010 lt. Süddeutsche, welche den Moderator des ZDF heute-journals als "Super-Kleber" tituliert) vor allem überwiesen, damit die wichtigste Frage unter seinen Tisch fällt? Cui bono? - Wem nutzt es? Wem nutzt der IS? Wem zum Vorteil ist die Destabilisierung Syriens?

Oder "geschehen" Geo- und Militärstrategien von Atommächten ungeplant? So wie es uns unsere Hauptnachrichten und viele Titelseiten weismachen wollen? Hinten oder zu später Sendezeit sieht es dann tatsächlich manchmal anders aus.

Comic-Schnellwahl; eine weitere Collage zur völlig verqueren Syrien-Kriegs-"Logik" der deutschen Bundesregierung und der NATO finden Sie hier.

Diesmal unter Verwendung von Ausschnitten aus drei Fotos: 1. von unsplash.com - Paris in der frühen Dämmerung, von Paul Dufour alias Bill Bokeh. 2. meine Heimatstadt Köln bomben-zerstört im Jahr 1945, ein Stück links oberhalb der Königin befindet sich auf dem Originalbild (ich verwende nur einen kleinen Ausschnitt) inmitten der Trümmerwüste der Kölner Dom, über Elizabeth I (nur auf dem Original sichtbar) fließt der Rhein. Das Bild wurde am 24. April 1945 von der US Army aufgenommen, Quelle: Wikipedia. 3. Bomben, abgeworfen von B-26s der US Air Force zerstören Versorgungslager und Hafenanlagen in Wonsan, Nordkorea, 1951, Quelle: Wikipedia

Idee, Grafik, Text: rw | Königin und Pirat wünschen: Skurrilen Tag!

Freitag, 4. März 2016

Aufmerksam | Francis Drake Reloaded (6)

Lustige Fantasy. Der Comic-Pirat der Königin hat immer wieder die besten Ideen für seine Elisabeth.


Zu klein? Oder unscharf? Dann einfach auf eins der Bilder klicken/tippen.

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Comic-Schnellwahl & -Überblick

Idee, Grafik, Text: rw · über Bild-Quellen + Darsteller · Historisches · Elisabeth I. & Skurrilen.de wünschen: Skurrilen Tag!

Freitag, 18. Dezember 2015

Zahle mehr Rundfunkbeitrag als WDR-Intendant Tom Buhrow, sprach Mütterchen

Köln, westliche Klüngel-Sümpfe. Der Chefreporter auf Stippvisite im Kölner Büro. Gerade diese Außenstelle zieht immer wieder die merkwürdigsten Gestalten an. Gestern zum Beispiel ein altes Mütterchen. Es platzt in die Redaktionsräume mit dem herrlichen Panoramablick auf die Grablege der Heiligen Drei Könige. Stört uns beim Plätzchenfuttern. Spricht den Chefreporter an, als sei der ein normaler Mensch. Mütterchen sagt, es habe eine Story. Eine rührende Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Sie habe es beim WDR versucht, beim NDR und SWR und gar bei Markus Lanz, dem omnipräsenten Linkenfresser vom ZDF. Alles passe wunderbar in die besinnliche Vorweihnachtszeit. Doch niemand habe sich interessiert gezeigt. Was sie verwirre. Zumindest Disney könne doch einen ergreifenden Zeichentrickfilm daraus basteln.

Das Duell: Alte Witwe gegen reicher Fernseh-Intendant. Wer darf mehr Geld zum Rundfunk beitragen?


Die Witwe behauptet schier Unglaubliches. Sie sagt: "WDR-Intendant Tom Buhrow erhält ein Jahresgehalt von 367.232 Euro. Ich bekomme eine Durchschnittsrente (Wow! Was für ein Zufall!). Doch ich zahle mehr Rundfunk-Beitrag als Tom! Das zeigt doch, dass ich auch im hohen Alter noch einiges wert bin."

Wir betrachten Mütterchen kritisch. Dann zwingen wir die Rentnerin in den nicht nur metaphorischen Schraubstock. Und natürlich: Wir sind Journalisten und wir investigieren. Heraus springt folgendes Schaubild:
Rundfunkbeitrag, Tom Buhrow, Intendant, WDR, Rundfunkgebühr, öffentlich-rechtliche Sender, ARD, ZDF, unsozial, ungerecht finanziert, Witwe, Witwer, Satire
Mütterchen hat tatsächlich Recht! Sie zahlt das Doppelte an Rundfunkbeitrag wie WDR-Intendant Tom Buhrow | Zum Spiegel-Artikel mit Angaben zu Tom Buhrows Gehalt 2013.

Die völlig irrsinnige Beitragserhebung nach Haushalten macht's möglich: Witwen, Witwer, Alleinerziehende und Alleinstehende werden willkürlich abkassiert.
Mütterchen triumphiert schon. Doch Moment! Noch haben wir ihre Zusatzeinkünfte nicht zur Rente hinzu addiert. Wird Mütterchen einkommensmäßig dann am mächtigen Intendanten vorbeiziehen? Dann hätte sie zwar immer noch recht. Selbstverständlich zahlt sie zweimal so viel wie der smarte Anstalts-Leiter. Aber wenigstens moralisch könnte Tom noch als Sieger hervorgehen.

Die Luft knistert. Mütterchens Zusatzeinkünfte werden von uns hinzuaddiert.


Mütterchen zieht blank: Sie erhält dieses Jahr 4,57 Euro Sparbuchzinsen. Das wars. - Tom Buhrow wollen wir bei seiner bedeutsamen Intendanten-Tätigkeit nicht stören. Vielleicht entscheidet er gerade über ein Serienmörder-Special? Oder kürzt die Sendezeit für ein investigatives Magazin? Deshalb nehmen wir realistischerweise an, dass Tom Buhrow über keinerlei Nebeneinkünfte verfügt. Es wird also nochmals hoch spannend. Wir addieren. Doch ein Abstand bleibt.

Tom Buhrow verdient nahezu 24-mal so viel wie Mütterchen. Spart aber im Vergleich 105 Euro Rundfunk-Beitrag.


Nun haben wir Blut geleckt. Wir fragen Mütterchen, was sie davon hält?! "Och, ich hatte ein erfülltes Leben. Und es gibt halt Menschen, die Geld nötiger haben als andere." Sagt Mütterchen ganz gelassen. Dann fügt sie hinzu: "Es tut mir nur leid, um die armen Menschen, die weniger Rente haben. Meine ist nicht üppig. Aber ganz in Ordnung für eine alte Frau. Aber viele Frauen und Männer haben weniger Rente oder auch Einkommen."

"Na, die können sich von der Beitragszahlung befreien lassen. Damit Sie nicht das Doppelte, Drei- oder Vierfache zahlen wie Herr Buhrow oder ein x-beliebiger Multimillionär mit Familie", werfen wir ein. "Ja", sagt Mütterchen. "Da müssen Sie ziemlich arm sein. Und extrem entwürdigend ist es, hat meine Nachbarin erzählt. - Wie gesagt, ich bin's zufrieden. Und wenn es der gute Intendant Tom Buhrow mit dieser Lösung auch ist?"

Rührung. Weihnachten. Charles Dickens. Geschichte(n) wiederholt(en) sich.


Uns stehen Tränen in den Augen. Dieses Mütterchen hat den Geist der Weihnacht verstanden. Still, fast meditativ sitzen wir. Bis - Gertrude, unsere Fotografin, ins Grübeln kommt: "Moment, ich bin alleinerziehend, habe zwei Zwerge. Eins noch ein Baby, der Vater ist auf und davon. Und ich zahle ...

"Psst!", sagen wir alle.

Es ist Vorweihnachtszeit
Und nicht nur da
werden Intendanten-Träume wahr


Text: rw

Die Skurrilen wünschen: Skurrilen Tag! Und finden es skurril bis bizarr, dass man mit uns alles machen kann, egal wie willkürlich und asozial es ist. Noch ein Tipp: Charles Dickens ist wieder hochaktuell. Perfekt um sich z. B. auf TTIP vorzubereiten. Sie finden die Werke von Charles Dickens (noch?) in vermutlich jeder Stadtbücherei. Und der hier jährlich erhobene Beitrag ist um vieles günstiger. Und lohnt sich!


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Mittwoch, 9. Dezember 2015

Zufällig fotografiert: Abgelegte Abgeordneten-Gehirne in der Lobby, während einer TTIP-Veranstaltung

Brezelberg. Eigentlich eine Alltäglichkeit. Dem Fotografen von Skurrilen.de war es dennoch diesen Schnappschuss wert: Parlamentarier-Hirne warten auf ihre Besitzer. Vermutlich wurden sie abgelegt, um die Veranstaltung der TTIP-Lobby ohne lästiges Gedankendrücken durchzustehen.

Abgelegte Gehirne, Abgeordnete, Parlamentarier, skurril, Demokratie, Lobbyvertreter, Wirtschaft, TTIP, Satire
Berliner Hauptstadt-Alltag: Hirne warten auf Volksvertreter.

Verständlich, dass es einzelne Abgeordnete beim Thema "Transatlantisches Freihandelsabkommen" zwickt. Schließlich sollen sie ihre vom Volk verliehene Macht und die der staatlichen Gerichte an internationale Schiedsstellen abtreten.

Wenn die Parlamentarier nachlesen dürften, was exakt verhandelt wird, könnte das Hirndrücken sogar unerträglich werden. Gut, dass Europa im allerkleinsten Kreis verschachert wird.

Foto von Prylarer, gefunden auf Pixabay.de | Text: rw

der skurrile Audio-Tipp:
Verraten! Aber wie verkaufen? | zum Audio-Player

Die Skurrilen wünschen: Skurrilen Tag!


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Dienstag, 1. Dezember 2015

Hurra! Kolonie für Michel!

Brezelberg / Mettwursthausen. "Jetzt war das Geschleime und die ganze A....-Kriecherei doch noch für was nutze." Die Erleichterung ist Tantchen, der Regierungschefin von Michel, deutlich anzumerken. Wie heute Morgen gegen 10:30 Skurriler Zeit (SZ) bekannt gegeben wurde, haben führende Demokratien der skurrilen Insel Michel eine Kolonie zugesichert.

Auf zu neuen Kolonial-Abenteuern. Lässt sich der deutsche Michel für die Rohstoffkriege der USA einspannen? Oder widersetzt er sich dem Neo-Kolonialismus?
Kolonie. Weihnachtlich dekoriert. Idealbild ohne aufsässige Bergstämme.
Dazu der Neo-Kolonialismus-Experte von Skurrilen.de: "Gut, es ist eine sehr steinige, geröllig-gebirgige Kolonie. Extrem rohstoffarm. Und wenn man sich den Text der Erklärung genau betrachtet, eigentlich mehr eine Unter-Kolonie. Aber es ist ein schöner Beginn."

Zulangen nach hundertjähriger Enthaltsamkeit.


Die skurrile Insel Michel, die zur Bananengruppe zählt, hatte ihre Kolonien vor fast exakt 100 Jahren eingebüßt. Tantchen begeistert: "Wenn das Wilhelm Obermichel noch erleben könnte. Wieder eine eigene Kolonie zum Ausquetschen. Leute zum Herumschubsen. Prima!"